Wie sieht ein guter Plan aus & wie gehst du richtig mit deinem Geld um?

Ein guter Plan berücksichtigt zunächst deine beruflichen und privaten Ziele und Wünsche. Dabei stehen mögliche finanziellen Investitionen in dich selbst (damit ist kein Konsum gemeint) an erster Stelle. Diese sollten dazu führen, dass du dich persönlich weiterentwickelst und deinen Wert am Arbeitsmarkt und/oder für andere weiter steigerst. Eine viel sinnvollere Investition gibt es meistens nicht.
Private Ziele sollten aus zwei Gründen berücksichtigt werden: Zum einen geben sie eine Richtung vor, wo es hin gehen soll. Zum anderen wird sichergestellt, dass diese im Einklang mit der Umsetzung deiner finanziellen Zielen und Wünschen stehen.

Deine finanziellen Ziele und Wünsche, wie eine eigene Immobilie, einen bestimmten finanziellen Lebensstandard (heute und im Alter) und vieles mehr, ergänzen das Zielszenario schließlich. Ist dieses Szenario klar formuliert, sollte genau geschaut werden, was du dafür tun musst um dieses Zielszenario zu erreichen.
Das kann zum Beispiel so aussehen: Wenn du davon ausgehst, dass du mit Mitte 30 in ein eigenes Haus ziehen möchtest, bedeutet das für dich, dass du bis dahin, eine gewisse Summe an Geld ansparen musst. Außerdem verpflichtest du dich nach dem Kauf, für die zukünftigen Jahre und wahrscheinlich auch Jahrzente, zu finanziellen Verpflichtungen, die du erfüllen musst. Neben den Zinsen und der Tilgung des Kredites, fallen auch Nebenkosten an (Versicherung, Steuer, Strom, Heizung etc.). Im laufe der Jahre kommen zudem Kosten für die Instandhaltung des Hauses auf einen zu. Um nicht an das Geld für das Alter zu gehen, müssen im Vorfeld zusätzliche Rücklagen gebildet werden.

Der Plan sollte dabei die einzelnen Schritte festlegen, wie du diese Ziele erreichst. Schließlich sollte die Umsetzung des einen Ziels auch nicht unter der eines anderen leiden (deine Altersvorsorge, dein Vermögensaufbau oder die finanzielle Zukunft der Kinder nicht unter der Immobilie). Vielmehr sollte der Plan darauf ausgelegt sein, alles unter einen Hut zu bekommen und trotzdem zu jeder Zeit nach seinen Wünschen leben zu können.

Eine häufige Gefahr besteht darin, dass Leute andere zukünftige finanzielle Aspekte vergessen oder ihnen diese nicht bewusst sind. Das hat zur Folge, das diejenigen dann am Ende Abstriche machen müssen. Wer beim eigenen Haus vergisst die Kosten für die Instandhaltung einzukalkulieren, muss vermutlich an sein Erspartes gehen, dass eigentlich für Urlaube oder anderes gedacht war.
Ein gut durchdachter Plan zeigt dir im Vorfeld die Konsequenzen auf, die auf dich zukommen, wenn du dich für das eine oder das andere Entscheidest. Diese werden einem ansonsten oftmals erst zu spät bewusst. Im Zweifel kannst du dich dabei immer noch gegen etwas entscheiden, dann jedoch mit vollem Bewusstsein gegenüber den Konsequenzen.

Mit einem guten Plan musst du dir keinen Kopf zerbrechen, sondern weißt ganz genau, wie viel du Sparen musst um deine Ziele und Wünsche zu erreichen und wie viel du für Konsum und Freizeit ohne Gewissensbisse verschwenden darfst.

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Für den richtigen Umgang mit deinem Geld solltest du dich vor allem am Prinzip der Kartoffel orientieren. Unnötiger Luxus geht auf Kosten deiner persönlichen Zukunft. Besonders bei den Themen Wohnen und Mobilität lässt sich das meiste Geld einsparen oder eben auch ausgeben. Mit allen Nebenkosten kommt man hier schnell zu unterschieden von monatlich 500€ und mehr. Diese Summe monatlich gespart und sinnvoll investiert, kann über mehrere Jahre einen großen Unterschied machen, ohne dass deine Lebensqualität leiden muss. Dein Glück sollte schließlich nicht von einem teuren Auto abhängen.
Fällt einem dieser Umgang mit dem Geld schwer, ist es oft hilfreich, klare prozentuale Orientierungswerte festzulegen. Beispielsweise 20% des Gehaltes zum Sparen/Investieren zu nutzen, 10% für Versicherungen, 30% für das Wohnen, 10% für das Auto, 15% für die Ernährung und den Haushalt und 15% für den Konsum, Freizeit und Urlaub, je nach persönlicher Neigung. So kannst du guten Gewissens deinen Konsum ausleben und stellst dennoch sicher, dass nichts zu kurz kommt. Zu Beginn erfordert dies unter Umständen noch ein wenig Disziplin, auf Dauer ist es meist nur eine Gewöhnungssache (wie fast alles im Leben). Es wird zu einer Selbstverständlichkeit einen Teil seines Geldes für seine finanzielle Zukunft zu investieren.
Auch eine zusätzliche Einnahmequelle kann dabei helfen, schneller bestimmte Ziele umzusetzen. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.