Finde dein Warum

 

Der Mensch hat mehrere psychologische Grundbedürfnisse, die erfüllt werden müssen um auf mentaler Ebene glücklich zu sein und sich positiv entwickeln zu können. Dazu gehören die Grundsicherheit, die Verbundenheit mit anderen, die Autonomie, die Selbstachtung und der Selbstausdruck. Empfindet ein Mensch beispielsweise kein Gefühl von Zugehörigkeit, Unabhängigkeit oder Wert, wird sich das auch in seiner mentalen Verfassung schmerzlich bemerkbar machen. Jemand der sich ausgeschlossen, abhängig oder wertlos fühlt, wird nicht nur mental darunter leiden: Solange er unter diesem Gefühlszustand steht, wird er auch Schwierigkeiten haben, sich positiv zu entwickeln.
Für den Menschen ist es von Bedeutung, bedeutend zu sein: Einen Sinn hinter dem zu sehen was man tut, einen Wert für andere zu schaffen oder darzustellen und für andere wichtig zu sein. Das gibt einem ein Gefühl von innerer Zufriedenheit und treibt einen von innen an. 

Was hast das Ganze mit deinem Warum zu tun?

Dein Warum ist gleichzusetzen mit deiner Bestimmung, einem größeren Zweck (dem du dich verschreibst) oder auch deinem Zweck der Existenz (dem Grund weshalb du auf dieser Welt bist). Es handelt sich somit um eine Sache, die größer ist als du selbst.
Jeder Mensch hat dabei sein eigenes Warum. Ein Ziel, ein Zweck oder eine Überzeugung, die die Wurzel seiner Leidenschaft und Inspiration ist. Deine Arbeit und dein Leben danach auszurichten führt dich zu einem erfüllteren Leben. Warum? Du tust die Dinge zukünftig, um zu etwas Größerem beizutragen (beispielsweise einem größeren Sinn, der hinter deiner Tätigkeit steckt). Das gibt dir ein stärkeres Gefühl von Bedeutung und somit auch selbst etwas zurück.
Es ist immer der Grund, warum wir etwas tun, der uns erfüllt. Nicht die Tätigkeit an sich, wenn kein größerer Sinn dahinter steckt. Dazu folgendes Beispiel: Wenn du irgendeine Präsentation vorbereitest, bereitet dir das womöglich Spaß. Wenn du deine Bestimmung jedoch beispielsweise darin siehst, Armut zu bekämpfen, und du weißt, dass du mit diesem Vortrag viele Leute zum Spenden bewegen kannst, wird dir die Vorbereitung der Präsentation viel mehr geben als nur Spaß.

Dein Warum ist somit auch dein innerer Antrieb und Motor, eine innere Energiequelle. Es sollte die Antwort darauf sein, weswegen du morgens aufstehst und tust, was du tust, und zwar nicht weil du musst, sondern weil du ein persönliches, intrinsisches Verlangen danach hast. Dein Warum ist deine Stütze in schwierigen Zeiten und der Kompass, der dir dabei hilft die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wie findest du dein Warum?

Sein Warum zu finden ist eine Reise. Es ist zunächst Arbeit und Geduld erforderlich um wirklich alles Wesentliche zu erfassen. Es wird vermutlich nicht reichen, sich für ein paar Stunden hinzusetzen, und dann eine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage zu erhalten. Manchen ist dabei die Antwort schon klarer, anderen fehlt noch jegliche Orientierung und sie haben das Gefühl noch gar nicht genau zu wissen, was eigentlich das Richtige für sie ist. Diese Frage für sich zu beantworten ist ein Prozess, der sich unter Umständen auch über einen längeren Zeitraum hinziehen kann. Nur ein Warum, das aus deinem tiefsten innern kommt und für das du lebst, wird dich wirklich erfüllen könnnen. Sobald du dein persönliches Warum greifen kannst, gilt es anschließend damit leben zu lernen. Außerdem kann sich dein Warum im laufe des Lebens auch anpassen.
Hierzu gibt es im übrigen viele Bücher, die sich genau dieser Frage widmen und dabei helfen können sich seinem Warum bewusster zu werden. Empfehlen würde ich dir besonders „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky und „Finde dein Warum“ von Simon Sinek.

Wie habe ich mein persönliches Warum gefunden?


Hilfreich war es für mich zunächst viele Erfahrungen und Erlebnisse aus der Vergangenheit in die Suche einfließen und revue passieren zu lassen. Außerdem hat es geholfen sich im Alltag bei dem, was man tut, zu beobachten und ein Gefühl für sich selbst zu finden.
Ich habe zunächst in mich gehorcht und überlegt, welche Tätigkeiten und Dinge mich persönlich erfüllen. Eine Tätigkeit war und ist das nachhaltige und menschenorientierte Beraten im Bereich Finanzen. Dabei spürte ich jedoch, dass ich meine Aufgabe nicht einfach darin sah und sehe Menschen wohlhabend, in Form von Geld zu machen. Denn wie wichtig ist Geld alleine überhaupt in meinen Augen? Ich habe gespürt, dass es mehr ist als das allein, dass es da noch etwas Tiefgründigeres gibt, weswegen mich diese Tätigkeit erfüllt.
Eine weitere Sache von der ich wusste, dass sie mich erfüllen würde, ist die Idee von der Gründung einer Stiftung für junge Menschen, die Finanzwissen und persönliche Weiterentwicklung vermitteln soll: Dinge, die ich für sehr wichtig halte und mit denen ich gerne selbst schon in der Schule konfrontiert worden wäre.

Schließlich überlegte ich mir, welche Gemeinsamkeiten diese beiden Punkte haben. Durch beide Aspekte würde ich Menschen dabei helfen, glücklicher zu werden. Treibt mich das an? Ja, auf jeden Fall. Ich merkte jedoch auch, dass es das noch nicht ganz ist, sondern nur ein Teil meines Warums.
So widmete ich mich, neben einem beständigen Austausch mit meiner Freundin und meinen Eltern, intensiver meiner Insights (eine Persönlichkeitsanalyse) und meinen dort aufgeschlüsselten Motiven. Dadurch kamen noch ein paar weitere Aspekte hinzu, die mir noch einmal bewusster machten, was ich eigentlich will: Selbständig lernen; lernen aus Lust am Lernen; Erfahrungen sammeln, diese anderen nützlich machen und selbstlos weitergeben; lehren und ausbilden; das Potential anderer entfalten; anderen auf pragmatische und konkrete Art und Weise helfen; geben bevor ich nehme; für meine Sache und Werte brennen. Daraus ergab sich eine weitere Vielzahl an Motiven, die mich antreiben.
Die schlussendliche Frage war somit Warum? Warum habe ich diese Motive? Die Idee kam schließlich durch meine Freundin: „weiterbringen?“. Ich überlegte mir, ob es das ist und schaute nach Synonymen und verschiedenen Definitionen des Begriffes. Schnell spürte ich, dass dieser Begriff sehr gut ausdrückt, was mich antreibt: Weiter steht für etwas räumliches, etwas zeitliches und die Fortsetzung einer Handlung, die ein anderer begonnen hat. Bringen steht dafür, jemanden auf einem Weg bis zu einem gewissen Punkt zu begleiten, etwas Neues hervorzubringen und auch einen Ertrag oder Gewinn zu erbringen.
Dieses Wort war so vielschichtig und tiefgründig, wie ich es gesucht hatte, um meinen inneren Antrieb für mich zu formulieren: Ein Begriff, der Dinge wie das Inspirieren von Menschen oder sie glücklich zu machen umschließt. Ein Begriff, der Spielraum lässt, da auch für die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite gilt, dass jeder wo anders hin will und ich meine Aufgabe darin sehe sie auf diesem Weg zu unterstützen.

Mein Warum ist es Menschen weiterzubringen, darin sehe ich meine Bestimmung, der ich mich widme (der Grund weshalb diese Website so ist, wie sie ist). Deswegen beschäftige ich mich mit Finanzen und persönlicher Weiterentwicklung, da ich mit beiden Themen die Menschen weiterbringen kann. Ob in ferne Länder auf Reisen oder der Suche nach sich selbst, einem glücklichen Leben oder was immer sie wollen …