Warum du nicht immer alles glauben solltest, was irgendwo steht oder gesagt wird.

 

Viele Menschen in der heutigen Zeit tun sich schwer damit, eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Sie übernehmen oftmals Meinungen und Glaubenssätze aus dem gesellschaftlichen Umfeld, die sie zu hören oder zu lesen bekommen. Das ist grundsätzlich ein völlig logisches Verhalten und außerdem auch noch entspannt. Es ist einfacher etwas zu übernehmen, ohne sich länger darüber Gedanken machen zu müssen. Und was soll man auch sonst glauben?
Beispiele gibt es unendliche viele: Typische Glaubenssätze sind: „Das Leben ist kein Ponyhof“, „Andere sind besser als ich“, „Das kann ich nicht“ oder „Früher war alles besser“. Typische Meinungen, die man übernimmt, können sich auf andere Personen, Unternehmen oder Produkte beziehen: „der ist arrogant“, „die interessieren sich nur für sich selbst“ oder „das Produkt ist schlecht“.
Das ist in meinen Augen fatal, besonders für einen selbst.
Negative Glaubenssätze werden dich in deinem Leben einschränken, sie sind wie Gift für dich. Wenn du glaubst, dass du nichts kannst, dann wirst du vermutlich auch nicht viel im Leben erreichen. Wenn du glaubst, dass das Leben kein Ponyhof ist, dann wird es das für dich auch nicht sein. „Wie wir denken, so leben wir“, du hast es also selbst in der Hand, deine negativen Glaubenssätze durch positive zu ersetzen und in Zukunft negatives abzuwehren. Das ist das schöne daran.
Kleiner Tipp: Wenn du daran nicht glaubst, wird sich auch nichts ändern, selbst wenn du es ausprobierst. Denk mal darüber nach.
Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Meinungen, die man aufnimmt. Zunächst sollte man sich die Frage stellen, woher der andere seine Meinung überhaupt hat. Gegebenenfalls hat auch er sie einfach nur übernommen, da sie ‚logisch‘ klang oder die meisten im Umfeld so denken. Vielleicht kam diese Meinung auch aus den Emotionen heraus, beispielsweise weil die Bedienung im Restaurant ein falsches Gericht geliefert hat. Ich denke, dass jeder Mensch mal einen schlechten Tag hat. Ist dann das Restaurant gleich schlecht? Vielleicht hat sich die andere Person aber auch wirklich eine fundierte Meinung, auf Grundlage mehrerer eigener Erfahrungen, gebildet. Selbst dann ist die Meinung jedoch immer noch eine subjektive und muss nicht für dich gelten und sollte nicht pauschalisiert werden. Wenn du mehrmals schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht hast, heißt das immer noch nicht, dass alle Ärzte so sind. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir mit pauschalen Aussagen vorsichtig umgehen sollten. Leider hat es den Anschein, dass dennoch regelmäßig mit Pauschalisierungen in der Politik, in den Medien oder im gesellschaftlichen Alltag herumjongliert wird (oftmals aus oben genanten Gründen).

Was bedeutet das für dich? In erster Linie, dass du dir dem bewusst wirst, du dir bewusst machst, dass du beispielsweise gerade eine Meinung übernimmst, allein auf der Grundlage, was dir erzählt wurde. Wenn andere eine Meinung haben, dann finde heraus auf welchen Erfahrungen diese beruht.
Du solltest dir nach Möglichkeit immer eine eigene Meinung bilden und das geht fast immer nur durch eine konkret auf die Situation zugeschnittene Erfahrung. Natürlich lässt sich das nicht immer vermeiden, oftmals jedoch schon. Geh offen durch die Welt, ich verspreche dir und kann dir aus eigener Erfahrung sagen, du wirst sonst viele Chancen verpassen!

Wie wurde ich zu diesem Text inspiriert?
Auf die Idee brachte mich meine Freundin, aufgrund vieler Erlebnisse, die ich gemacht habe. Mehrere Male wurde ich in den letzten Jahren etwas kritisch beäugt, für Entscheidungen, die ich für mich getroffen habe. Dabei bin ich dankbar, dass ich gelernt habe auf mich selbst zu hören und ich den Weg gegangen bin, den ich für mich als richtig empfand. So sollte es doch auch sein, ich kenne mich schließlich selbst am Besten und jeder andere konnte nun mal nicht auf alle Erfahrungen zurückgreifen auf die ich zurückgreifen konnte. Willst du einem Menschen wirklich weiterhelfen und ist dir jemand wirklich wichtig, dann versuche dich in ihn hineinzuversetzen und wenn nichts Moralisches dagegen spricht, unterstütze ihn bei dem was er tut!
Auch gegenüber meiner Dienstleistung wurden gelegentlich Meinungen von Menschen gebildet oder in die Entscheidungsfindung einbezogen, die mich und meine Dienstleistung nie selbst kennen gelernt haben. Das ist für mich weniger schlimm. Ich finde es jedoch für die Person Schade, die nicht die Chance für sich nutzt, sich ein Bild vom persönlichen Wert der Dienstleistung zu machen. Denn an der Stelle bin ich überzeugt, dass ich dem ein oder anderen viel hätte geben können.